City-Info Bukarest

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  • Unterhaltung
  • Auskunft
  • Einkaufen
  • Essen und Trinken
  • Sehenswertes
  • Übernachten
  • Ziele in der Umgebung


Unterhaltung


Athenäum/Ateneul Român
Das Konzerthaus im neoklassizistischen Rundbau gegenüber dem früheren Königspalast bietet klassische Konzerte der rumänischen Staatsphilharmonie aus dem gängigen Repertoire. Gelegentlich gastieren auch Orchester und Solisten aus dem Ausland. | Karten nur an der Kasse von 12-19 Uhr | Str. C. Exarhul 2

Green Hours 22
In diesem Kleinkunstkeller gibt es fast jeden Abend Vorstellungen, meistens Jazzkonzerte. | Calea Victoriei 120 | Tel. 021/3145751

La Motoare/Lǎptǎria lui Enache
Origineller Treffpunkt junger Leute im 4. Stock des Nationaltheaters. Die Terrasse La Motoare ist nur im Sommer geöffnet. Nach 22 Uhr gibt es Konzerte und Filmvorführungen. Im Herbst und Winter sitzt man in der angrenzenden Bar Lǎptǎria lui Enache („Enaches Molkerei“) und trinkt Milch, aber auch Hochprozentiges. Konzerte, darunter Jazz, gibt es vor allem am Wochenende. | Bd. Bǎlcescu 2

Lipscani-Viertel
In dem lebendigen, aber noch sehr sanierungsbedürftigen Altstadtviertel zwischen den Straßen Smârdan, Lipscani, Selari und Covaci haben junge Leute allerhand originelle Oasen in Gestalt von Cafés und Bars geschaffen. Hier würde sich eine Kneipentour anbieten, ausgehend z.B. vom Café Arcade, Str. Smârdan 30 | www.arcade-cafe.ro


Auskunft


Reisebüro ONT Carpaţi
Bd. Magheru 7 | Tel. 021/3145160 | www.ont.ro


Einkaufen


Amzei-Markt
Dies ist die Adresse für betuchte Bukarester, denn der Markt liegt mitten in der Innenstadt, wo die Bauern mit zahlungskräftiger Kundschaft rechnen. Leider ist ein Teil der Fläche mit hässlichen Markthallen verbaut worden. Um die Gemüsestände herum und in den Nebengassen liegen lauter Feinkostmärkte. | Piaţa Amzei

Lipscani-Viertel
Das älteste Händlerviertel der Stadt an der Biserica Curtea Veche. In den verwinkelten Straßen Lipscani („Leipziger“), Blanari („Kürschner“) und Kovaci („Schmiede“) reihen sich kleine Läden und Werkstätten aneinander. Man findet alles, was es auch in Kaufhäusern gibt, nur billiger: Kleidung und Stoffe, Lebensmittel, Schrauben und Kacheln fürs Bad.


Essen und Trinken


Carul cu bere
Das Bierlokal von 1875 wurde von einem polnisch-österreichischen Architekten entworfen. Das Innere prägt deutsch-englische Neugotik mit Holzbalken und bunten Glasscheiben. Das Essen ist nicht zu empfehlen, aber der Besuch lohnt sich wegen des Interieurs und wegen des Biers. | Str. Stavropoleos 3-5 | Tel. 021/3137560 | €€

Locanta Jariştea
Hierher kommt man nicht einfach nur zum Essen. Nein, hier verbringt man märchenhafte Abende in verträumtem, altrumänischem Interieur und lässt gern drei bis vier Gänge auffahren. Chefin Laura probiert immer wieder neue Gerichte nach alten, vergessenen Rezepten aus und belustigt die Gäste mit ihren Auftritten in wallenden Gewändern und verrückten Hüten. Für die Livemusik zum Tanzen stehen Klavier und Zymbalon bereit. Regisseur Francis Ford Coppola soll sich hier während seiner Dreharbeiten in Rumänien bestens unterhalten haben. | Str. George Georgescu 50-52 | Tel. 021/3353339 | www.jaristea.ro | €€€

La Şoni
Der Name dieses Lokals steht nicht draußen dran. Das ist auch gar nicht nötig, denn Şoni (sprich: Schonji) kennt jeder, weil er seinen Ruhm als Koch im Hippie-Schwarzmeerort Vama Veche erworben hat. Sein Bukarester Restaurant liegt in einem alten, ebenerdigen Haus mit Stuck an der Fassade. Es geht durch ein unscheinbares Hoftor hinein, die Gäste setzen sich drinnen an Biergartentische und essen z.B. feine Estragonsuppe mit Räucherfleisch oder Hammel mit Knoblauch. | Str. Sfinţii Voievozi 13 | €€


Sehenswertes


Bellu-Friedhof
Ein Panoptikum des Pathos: Künstler, Politiker und reiche Familien haben hier ihre prunkvollen Grüfte mit klassizistischen Säulen und barocken Statuen. | Şoseaua Oltenitei

Ceauşescus Grab
Nahe dem Haupteingang des Ghencea-Friedhofs wurde das Ehepaar Nicolae und Elena Ceauşescu nach seiner Hinrichtung 1989 begraben. Auf zwei schlichten Gräbern stehen die Namen, die einst Rumänien in Angst und Schrecken versetzt haben. Das Grab des Diktators trägt sowohl Kreuz als auch den kommunistischen roten Stern. Elenas Grab liegt ein paar Meter entfernt - völlig unbeachtet, denn Ceauşescus Frau war beim Volk noch verhasster als der Diktator selbst. | Bd. Ghencea

Cişmigiu
In der kunstvollen Parkanlage im Zentrum mit französischen Hecken, Weiher, Spielplatz, Café und sprudelnder Quelle erholen sich die Bukarester. Hier treffen sich auch Freiluftschachspieler. | Zugänge Bd. Mihail Kogǎlniceanu und Bd. Ştirbei Vodǎ

Dorfmuseum/Muzeul Satului
Das beeindruckende Freilichtmuseum im Herǎstrǎu-Park zeigt rund 300 jahrhundertealte Bauernhäuser, Kirchen und Mühlen aus allen Teilen des Landes. | April-Sept. Mo 9-17, Di-So 9-20, Okt.-März tgl. 9-17 Uhr | Zugang Şoseaua Kisseleff

Geschichtsmuseum/Muzeul Naţional de Istorie
Highlight ist die Schatzkammer mit der Krönungskrone der rumänischen Königinnen und Schmuckstücken aus vorrömischer Zeit. Besonders wertvoll ist eine Sammlung gotischer Objekte aus dem 5. Jh., so die „Henne mit Küken aus Gold“ (Closca cu puii de aur): Es sind mit Edelsteinen geschmückte Vasen, Fibeln, Ringe, Teller und Schalen aus Gold, die 1876 im Dorf Pietroasa im Karpatenknie gefunden wurden. Kuriosität in der Steinzeitabteilung ist der „Denker von Hamangia“ (Gânditorul de la Hamangia). Die Tonstatuette, die wie eine moderne Plastik wirkt, ist über 6000 Jahre alt und wurde bei Cernavoda am Schwarzen Meer gefunden. Kopien des „Denkers“ werden überall verkauft und machen sich gut als Briefbeschwerer. | Di-So 9-17 Uhr | Calea Victoriei 12

Herǎstrǎu-Park
Mit frischem Grün auf 187 ha ist der Park am Nordrand die Lunge der Stadt. Spielplätze, zwei Seen, Ruder- und Tretbootverleih sowie Caféterrassen locken bei gutem Wetter viele Besucher an. | Şoseaua Kisseleff

Kirche am alten Fürstenhof/Biserica Curtea Veche
Das Besondere an dem Bauwerk sind die rötlichen Streifenornamente und der reliefartige Kranz aus Wellenlinien am oberen Teil der Fassade. Innen sind die Wände größtenteils verrußt, doch nahe der Altarwand finden sich Fragmente von Fresken aus dem 16. Jh. Sie gilt als älteste Kirche in Bukarest, weil ihr Grundstein bereits im 14. Jh. gelegt wurde, und war ursprünglich Teil des alten Fürstenhofs, von dem nur noch Ruinen übrig sind. | Str. Iuliu Maniu 33

Königspalast/Palatul Regal
Rumäniens letzter Königspalast dominiert die Piaţa Revoluţiei in der Stadtmitte. Das neoklassizistische Bauwerk (1937) war ein Auftragswerk des lebenslustigen und despotischen Königs Carol II. Heute dient das Gebäude als Nationalgalerie.

Museum des Rumänischen Bauern/Muzeul Ţǎranului Român
Das preisgekrönte Museum präsentiert alte Trachten, Kunsthandwerk, Werkzeug und christliche Kultgegenstände. Prachtstücke sind zwei Holzkirchen aus dem 17. und dem 18. Jh. Unbedingt zu empfehlen ist der Museumsshop. Hier gibt es u.a. original alte Bauerntextilien, die Bäuerinnen aus dem ganzen Land immer noch aus ihren Truhen kramen und zum Museum bringen, außerdem Keramik und CDs mit unverfälschter Volksmusik. | Di-So 10-18 Uhr | Şoseaua Kisseleff

Museum für Zeitgenössische Kunst/Muzeul Naţional de Artǎ Contemporanǎ
Das Museum in Ceauşescus Riesenpalast ist für Werke zeitgenössischer rumänischer Künstler vorgesehen. Die Terrasse des Museumscafés im 4. Stock ist ein guter Aussichtspunkt. | Tgl. 10-18 Uhr | Palatul Parlamentului | Calea 13 Septembrie

Nationalgalerie/Muzeul Naţional de Artǎ
Die Nationalgalerie im früheren Königspalast zeigt rumänische Malerei vom 10. Jh. bis zur Moderne - mehr als 70000 Exponate. Bedeutendste Namen sind die Maler Theodor Aman und Gheorghe Tǎttǎrascu, Gründer der rumänischen Kunstakademie Ende des 19. Jhs. Zu sehen gibt es auch Kunstwerke ab dem 15. Jh. von deutschen, niederländischen, italienischen und französischen Meistern. | Mi-So 11-19 (Mai-Sept.), 10-18 Uhr (Okt.-April) | Palatul Regal | Piaţa Revoluţiei | 1. Mi im Monat Eintritt frei | www.mnar.arts.ro

Palast und Kirche des Patriarchen/Patriarhia
Der auf einem Hügel gelegene Palast mit Kirche ist Sitz des Patriarchen, Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche. Der Komplex des 17. Jhs. war zunächst ein Kloster. Die Kirche beherbergt eine prächtige vergoldete Ikonostase und eine besonders wertvolle Ikone (1665), die die Schutzheiligen Constantin und Elena darstellt. Rechts daneben steht der Wohn- und Amtspalast des Patriarchen im Brâncoveanu-Stil, links ein klassizistischer Palast. | Dealul Patriarhiei

Parlamentspalast/Palatul Parlamentului
Den monströsen Palast, mit insgesamt 450000 m² nach dem Pentagon in Washington das zweitgrößte Gebäude der Welt, ließ Diktator Ceauşescu bauen. Für viele Bukarester eine architektonische Wunde, ist er in jedem Fall wegen seiner Hässlichkeit und seiner Monumentalität sehenswert. 700 Architekten und 20000 Arbeiter haben fünf Jahre rund um die Uhr daran gearbeitet. Die mehr als 3000 Zimmer, 60 Korridore und 64 Empfangssäle sind reich mit kitschigen Marmorreliefs verziert. Die Riesenteppiche wiegen jeweils ein gutes Dutzend Tonnen. Von den Decken hängen tonnenschwere Kristalllüster. Die Baukosten von etwa 3,5 Mia. US-Dollar brachten dem Volk zusätzliches Elend. Auf einem künstlichen Hügel angelegt, dominiert der Palast eine Neubauallee im gleichen Stil. Heute sind hier Abgeordnetenhaus und zahlreiche staatliche Institutionen untergebracht. | Tgl. 10-16 Uhr | nur mit Führung | Bd. Unirii

Platz der Revolution/Piaţa Revoluţiei
Hier spielten sich 1989 die Höhepunkte der blutigen Wende ab. Vom Dach des früheren Gebäudes des Zentralkomitees der rumänischen KP aus den 1950er-Jahren gegenüber dem Königspalast floh das Diktatorenpaar drei Tage vor seiner Hinrichtung per Hubschrauber vor wütenden Demonstranten. Minuten zuvor hatte Ceauşescu vom Balkon seine letzte Rede gehalten.

Stavropoleos-Kirche
Mit reichen Holzschnitzereien im Neo-Brâncoveanu-Stil ist sie die schönste Kirche Bukarests im alten Kaufleuteviertel. Ihre Geschichte begann profan mit einem han, den der griechische Mönch Ioannikios im 18. Jh. baute. | Str. Poştei 6

Triumphbogen/Arcul de Triumf
Die Imitation des Pariser Arc de Triomphe wurde zum Ruhm der rumänischen Armee im Ersten Weltkrieg erbaut. | Şoseaua Kisseleff

Universitätsplatz/Piaţa Universitǎţii
Der Platz vor dem klassizistischen Universitätsgebäude von 1875 ist geschichtsträchtig, weil hier im Mai 1990 Gegner der Wenderegierung wochenlang protestierten. Die Dauerdemo wurde brutal von Horden prügelnder Bergarbeiter aufgelöst, mit Billigung des Wendepräsidenten Ion Iliescu. | Kreuzung Bd. Bǎlcescu und Bd. Regina Elisabeta


Uebernachten


El Greco
Kuscheliges, luxuriöses Altstadtdomizil in der Nähe des Universitätsplatzes. Bisweilen stört Straßenlärm die Ruhe, wie überall in Bukarest. 14 Zi. | Str. Jean-Luis Calderon 16 | Tel. 021/3158141 | Fax 3158898 | www.hotelelgreco.ro | €€€

Opera
In dem modernen kleinen Neubau nahe dem Altstadtviertels Lipscani hat man höchsten Komfort und ist mitten im Geschehen. 33 Zi. | Str. Brezoianu 37 | Tel. 021/3124855 | Fax 3124858 | www.hotelopera.ro | €€€

Triumf
Das ruhige, komfortable Haus steht im grünen Diplomatenviertel unweit des Herǎstrǎu-Parks. 99 Zi. | Şoseaua Kiseleff 12 | Tel. 021/2223172 | Fax 2232411 | €€


Ziele in der Umgebung


Goleşti
Eines der ältesten Herrenhäuser Rumäniens, einst im Besitz der aufgeklärten, liberalen Adelsfamilie Golescu. Der bekannteste Spross war der Reiseschriftsteller Dinicu Golescu (1777-1830), der sich auch sozial engagierte. Er errichtete auf dem Anwesen die erste Dorfschule Rumäniens (1826), die man besichtigen kann. Im Haus sind die zwei Welten zu sehen, in denen Rumäniens Adel damals lebte: westeuropäisches Mobiliar und orientalische Divans. | Di-So 9-17 Uhr | 100 km nordwestl.

Mogoşoaia-Palast
Das Schloss von 1702 gilt als reinstes Beispiel für den Brâncoveanu-Stil. Typisch ist der dreimal geschwungene Arkadenbogen an Aufgängen und Terrassen, ähnlich einem Kleeblatt. Fürst Constantin Brâncoveanu selbst ließ das Schloss am idyllischen Mogoşoaia-See bauen. Im Schlosspark liegen die bronzenen Statuen Lenins und des kommunistischen Regierungschefs Petru Groza. Sie wurden nach der Wende in Bukarest von ihren Sockeln geholt und in den Schlossgarten „entsorgt“. | 2 km nordwestl. Richtung Buftea

Snagov
Auf der Klosterinsel im Snagov-See wurde angeblich Draculas Vorbild, der walachische Fürst Vlad Ţepeş, begraben. Fest steht, dass Ţepeş die Befestigungsanlage für das Kloster aus dem 15. Jh. errichten ließ. Hier gab es eine der ersten Druckereien Rumäniens. Lange diente das Kloster auch als Gefängnis für politische Häftlinge unterschiedlicher Regime. Sehenswert ist in der Kirche das größte zusammenhängende Bibelszenenfresko Rumäniens. | 15 km nördl.


Copyright: www.marcopolo.de

 

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